look what you‘ve done

göttinger zirkel-schein debatten sind bisweilen dazu geignet dem gelangweilten betrachter ein müdes lächeln auf die lippen zu zaubern und ihn für einen moment aus der ödnis der provinziellen gedankenlosigkeit zu befreien. das dies‘ nicht immer der fall ist, zeigt sich am für freitag abend angekündigten besuch des völkerrechtlers und antisemtischen schreihalses norman peach. eingeladen hat das studierendenfreundliche propaganda organ der linkspartei, die rosa-luxemburg-stiftung, damit der normen seine traumatischen erfahrungen auf der mavi marmara mit den anwesenden und interessierten der göttinger linken teilen kann.
die mavi marmara war, falls man sich nicht erinnert, das türkische schiff, mit dessen hilfe islamisten und antisemiten aller coleur, darunter auch drei mdb’s, sich daran machen wollten mal wieder auf die „(kriegs)verbrechen (gegegn die menschlichkeit)“ isreals der geneigten weltöffentlichkeit zu präsentieren.
nun kommt normen also als authentischer zeitzeuge, er war ja unter deck dabei, er muss es also wissen, in das südniedersächsische provinz kaff, um vom schrecken israelischer besatzung, dem kalten stahl ihrer paintball waffen und den 2-3 holzlatten der marvi marmara crew zu plaudern. wie man normen so kennt wird er dabei
1.) kein blatt vor den mund nehmen
2.) die dichte seines vortrages durch etliche ns-vergleiche künstlich erhöhen
und 3.) irre in die gegend gucken.
das übliche programm von linkspartei veranstaltungen also.
wie es sich in der welt der linken gehört folgt auf aktion aber auch die reaktion der wackeren verteidiger des guten namens des dorfes, die postwendend, mehr oder minder, unter dem namen „antisemitInnen kielholen1 ein pamphlet veröffentlichten in dem sie wem-auch-immer zu erklären versuchen warum der normen der linken nicht gut steht. denn anders als seine parteigenossinen, gäbe normen unumwunden zu, dass das schiff „die, von Israel zu seinem eigenen Schutz vor dem Terror der Hamas installierte, Blockade“ durchbrechen sollte. fraglich, hatte doch niemand der anwesenden jeh behauptet die 2 1/2 holzlatten und die paar krümel getreide die man neben den antisemitischen idoten noch an bort unterbringen konnte, sollten den palis aus ihrer miserablen lage helfen. was man erreichen wollte war der internationale aufschrei, den man auch mühelos erreichte, immerhin konnten ja leichen vorgewiesen werden.
nun ist es ja ein ehrenwertes vorhaben, gegen diese veranstaltung zu mobilisieren um der göttinger linken und ihrem freund norman gehörig dem stinkefinger zu zeigen, doch halt; es ist ja garnicht die linke, sondern es sind „In der Linken allgemein, der Linkspartei und auch in der Rosa-Luxemburg-Stiftung […] immer wieder Gestalten […], deren zweifellos antisemitisch motivierter Hass auf Israel anscheinend vor nichts Halt macht.“
diesen gestalten und nicht der linken möchte man also zeigen das es noch grenzen gibt, auch in der linken, die man nicht zu überschreiten hat. folglich ist es also auch nicht ein politisches problem, nach dem man etwa fordern könnte die rosa-luxemburg-stiftung als hort des linken antisemitismus einfach als solchen zu behandeln, nein, man hat die hoffnung noch nicht aufgegeben:

„Die RLS muss sich mit den antisemitischen Tendenzen in den eigenen Reihen auseinandersetzen und dazu Stellung beziehen, nicht zuletzt im Interesse der eigenen Glaubwürdigkeit.“

damit wäre das dann wohl auch geklärt.

  1. das ausgerechnet bei antisemiten kielholen allen monsters kommentatoren einfällt, dass das ja eigentlich eine foltermethode sei, ist übrigens auch bezeichnend. hatt man doch sonst mit derartigen aufrufen kaum probleme, wegen analogien zur folter/gewaltmethoden. [zurück]