things fall apart

adorno zitate sind bisweilen jene funkelnden diamanten mit denen linke, insbesondere jene die an dieser selbstbezeichnung wider der möglichkeit des besserwissens festhalten, bisweilen versuchen jeden müll, wie zum beispiel ideologiekritische aktionstage, zu rechtfertigen.
man fühlt sich dialektisch und kritisch, ganz besonders dann, wenn man es erfolgreich schafft sie in anderswo zusammen geklaute fließtexte einzubauen.
angesichts veranstaltungsankündigungen wie dieser

In diesem Vortrag möchte ich – begrenzt durch meine Perspektive als Kranke Schwarze nicht-trans Hetera – eigensinnige und vielstimmige Erfahrungsweisen von ›Behinderung‹ und ›Krankheit‹ aus den Perspektiven Nicht-/ Behinderter Frauen und Queers of Color vorstellen.

fällt auch der redaktion cosmojl nichts weiter ein als hysterisches lachen und ein zitat der alten heulsuse teddy w.

Bei manchen Leuten ist es schon eine Unverschämtheit, wenn sie ich sagen.

theodor w. adorno, minima moralia

standpunkt eines nicht-schwarzen, nicht-behinderten, nicht-dummen nicht-wirklich-dicken, zumindest-sehkraft-mäßig-teilweise-doch-wieder-eingeschränkten und-irgendwie-weder-queer-noch-trans-noch-homo menschen.


2 Antworten auf “things fall apart”


  1. 1 Weltkritik 22. Januar 2010 um 21:28 Uhr

    Ja, diese Ankündigung ist schon ein schlagendes Beispiel dafür, wie die Postmoderne an sich selbst verrückt werden kann. Oder, um mit Karl Kraus zu sprechen: Das schärfste, was man gegen sie ins Feld führen kann, ist, sie zu zitieren.

  2. 2 Administrator 22. Januar 2010 um 23:10 Uhr

    die postmoderne welt fällt also schom beim um die eigene achse drehen aus ihrer umlaufbahn

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