Archiv für Juni 2009

black cadillac

die guten sterben jung, die besten werden alt und sterben dann.
der king of pop, nein eigentlich der godfather of pop ist tot. der mann, dem es zu verdanken ist das pop das ist, was es heute ist.
schrillernd, extrovertiert und lebensbejahend. sei es als sänger der legendären jackson five, sei es als solo artist, was er anfasste es wurde zu gold, was er sang es wurde zum hit. es fehlen die worte zu beschreiben was er getan hat, wie großartig es gewirkt hat, daher hier nur ein verweiss auf den spex-artikel zu seinem fünfzigsten geburtstag.
was war ist pop, was bleibt ist pop.

the lighthouse

That’s why there is really no such thing as neutrality, especially not when a terrorist regime is systematically and brutally killing those who fight for human rights. Neutrality in the face of aggression by definition empowers the aggressor. The only ones to benefit from this false stance of neutrality are the brutal attackers. The victims – in this case, women – are crying out for help.

artikel der jerusalem post

one time to many

es ist, so scheint es, eines dieser verfluchten gesetze, dass die linke, so sehr man auch versucht sich ausnahmsweise mal nicht über sie aufzuregen, immer wieder neue schrecken produziert. natürlich ist dieses produkt der heterogenität, auch notwendiges übel, sollte sich jemals wieder die erkenntnis von der emanzipation des menschen als ziel des politischen handelns in ihr durchstzen, wäre es gar grundvoraustzung der konrekten emanzipation. doch wie es um die faktische lage bestellt ist, lässt sich meist durch einen kurzes überfliegen der portale linker selbstverständigung, auch höllenschlund der wahnhaften weltwarnehmung, feststellen.
nachdem hier in göttingen notorische basisdemokraten und ideale-durchschnitts hippies erste selbstversuche in stalinistischen tugendterror unternahmen, ging es in hamburg auf einer kundgebung zur lage im iran richtig zur sache.
die antisemiten und vollblut schläger aus dem stadtteil-racket b5/SoL, beweiesen einmal mehr das sie zwar keinen logisch stringenten gedanken zu papier bringen können, aber immerhin in ihrer praxis durchaus konsequent sind. so kam es, dass sie sich das erste mal seit ihrem letzten großen auftritt am 3.oktober zweitausendundacht, wieder als mutige vorkämpfer jener verstümmelten und um jede form von erkenntnisinteresse beraubten weltwahrnehmung, in ihrer selbstbezichtung auch als antiimperialismus bekannt, in szene setzen konnten. das bei solchen spektakeln landläufig noch nie etwas anderes passiert ist, als das die fratzen des wahnsinns jederzeit und an jedem ort mit der dämonisierung ihres persöhnlichen volksfeindes, genauer gesagt mit der behaubteten inkarnation des zins, der spekulation und der weltumspannenden allmacht, sowie deren vermeintlichen handlangern, fortfahren um dannach zur konkreten handlung gegen diese überzugehen, ist bekannt.
daher ist das geschehen, zum leidtragen derjenigen, die es wieder einmal zu spüren bekommen haben, zu vernachlässigen. viel interessanter hingegen ist, das dieses mal ganz offensichtlich einiges schief gelaufen ist für die apologeten des weltweiten volksbefreiungskampfes gegen moderne, zivilisation und individuelle freiheit. denn offensichtlich war es nicht die fünfte kolonne, die des platzes verwiesen wurde, sondern man selbst wurde von teilen der veranstaltern des offensichtlichen fehlverhaltens bezichtigt. die vermeintlich solidarische masse wollte, im gegensatz zum 3.oktober, wo über den lautsprecherwagen vom bündnis tönte man solle die probleme klären und nahestehende vollblut autonome viva intifada anstimmten, versagte die solidiarität und unterstützung. diese kränkung führt jedoch wie so oft nicht zur einsicht, sondern lediglich zum umso erbitterten werben um die masse der begierde, so dass die SoL sogar eine stellungnahme verfasste, auf dem weiter oben erwähnten höllenschlund veröffentlichte und nach selbstbekundung auch an die involvierten volksfremnden gruppen schickte.1
was dabei rauskommt, schwankt dann zwischen grenzdebilen gestottere und teilweise doch recht amüsanten passagen, wie zb dieser:

Eine iranische Linke, die mit Zionisten zusammenarbeitet oder sie auf ihren Veranstaltungen toleriert, hat keine fortschrittliche Perspektive mehr. Wer mit Zionisten hantiert, holt sich auch den Imperialismus ins Boot. Im Nahen und Mittleren Osten spielt Israel eine tief reaktionäre und imperialistische Rolle, seien es die vergangenen Kriege, die von Israel ausgingen oder die Gefahr von neuen. Israel im Bündnis mit den USA gestaltet die Region nach seinem Willen und akzeptiert bis heute keine Grenzen für sich!

erwartungsgemäß überschlägt sich die disskusion jedoch in der kommentarspalte noch um ein weiteres, was den comment-bereich bei welt.de wie ein treffen progressiver intelektueller wirken lässt. man disskutiert fröhlich den genozid an den palästinensern, fragt nach beweisen für die iranische atombombe, oder meint gar diese sei in den händen eines iranischen volksstaates dann ja ganz gut aufgehoben.
doch wer gute unterhaltung schätzt, dem empfiehlt die redaktion cosmojl heute ganz offiziell folgende drei stellungnahmen, wobei die auf indymdia veröffentlichten natürlich dank der kommentare, noch um einiges lesenswerter sind.

stellungnahme der gruppen emancipate und der freunde der befreiten gesellschaft

stellungnahme der SoL

stellungnahme der organisatoren der kundgebung (Peyvand)

  1. bisher konnten diese leider noch keine stellungnahme abgeben, sind aber nach eigenen aussagen zurzeit mit dem auskurieren der durch lachkrämpfe verursachten schmerzen befasst. [zurück]

fireworks

endlich folge 7.
mit mehr gesang und ganz viel extra, hier freut man sich.

swallowed to the sea

Ohne Zweifel: Weder die Witzfiguren von der NPD noch der White-Power-Trash, der sich Abend für Abend als „Freie Kameradschaft“ an ostdeutschen Tankstellen und Buswartehäuschen zusammenfindet, stehen kurz vor einer Machtübernahme. Ebenso wenig wie „das Kapital“, das sich nach traditionellem linken Duktus „hinter dem Faschismus“ verbergen soll, hat die offizielle deutsche Politik derzeit ein ernsthaftes Interesse an einer Krisenlösung a la NSDAP.

viel zu selten vernimmt man solch treffenden worte in antifa-aufrufen. nun kommt die in diesem falle verfassende gruppe auch noch selbst aus jenem tristen gebiet. genauer gesagt aus halle, der heimlichen hauptstadt sachsen-anhalts. es erfreut daher zu wissen, dass auch in gegenden der gelebten sehnsucht nach unmittelbarkeit, in denen man schon immer belogen und betrogen wurde, noch menschen zur formulierung solch klarer ausagen befähigt sind.
in der heutigen redaktionskonferenz eurer geliebten internetpostille wurde daher ausgiebig darüber disskutiert, eine katerogie einzuführen, in deren namen schlau und sachsen-anhalt schick paraphrasiert wäre. letzendlich beschloss man dann jedoch alles beim alten zu lassen.
trotzdem sei hiermit auf die gebeutelten haller antifas hingewiesen.

Naziaufmarsch am 17. Juni 2009 in Halle stoppen!